In direkter Nachbarschaft zu Georgien

On 5. Mai 2009, in Armenien, Netz, by erselber

grade mal wieder mit ein bisserl Ruhe meine Lieblingszeitung (leider nur online) gelesen. Hoffe mal diese Meuterei in Georgien eskaliert nicht weiter, hätte keine Lust drauf, dass es im Nachbarland zu kriegsähnlichen Zuständen kommt wärend ich hier bin.
Außerdem ist die wirtschaftliche Abhängigkeit Armeniens zu Georgien nicht zu unterschätzen, die Grenze zur Türkei ist die meiste Zeit geschlossen (weil die Türkei den Genozid an Armenien 1915 nicht anerkennt). Die Grenze zu Asabaidschan ist auch nicht grade durchlässig (der letzte Krieg zwischen den beiden ehemaligen Sovietrepubliken ist grade mal 15 Jahre her). Iran ist jetzt auch nicht der Überhandelspartner wenn es um die Einfuhr westlicher Güter geht. Bleibt eben Georgien als Tor zum Westen und nach Russland.

Tagged with:  

Lake Sevan – Freitag

On 4. Mai 2009, in Armenien, by erselber

mein Wochenende war nahezu perfekt. Freitag wurde ich zum Lake Sevan mitgenommen. Das ist einer der größten Süßwasserseen in dieser Höhe (1900 Meter über dem Meeresspiegel). Und landschaftlich sehr beeindruckend. Also allein die Fahrt aus Yerevan raus hat etwas von einem Trip durch ne Mondlandschaft. Karge Felsenlandschaft, schon nach wenigen Kilometern nur noch vereinzelte Katten, die sich an die Felsen schmiegen und hin und wieder mal ne Kuh oder so. Menschen oder Autos sieht man kaum.

aus dem Auto heraus

aus dem Auto heraus

Nach ner Stunde Fahrt sind wir am See angekommen. Hier ist das Bild völlig verändert, Schnee ist beinahe greifbar (vielleicht 50m höher liegt noch genug davon). Trotzdem fühlt man die Kälte nicht wegen der geringen Luftfeuchtigkeit. Der Blick über den See ist ausnehmend schön und die Luft… also im Vergleich zu dem Yerevan Dunst und Staub… frisch. Wir haben dann ne recht große Gruppe versammelt. Also hauptsächlich Leute aus dem Team von Levon M und ihre Frauen und Kinder. Nette Atmosphäre… hatte was familienartiges.

Das Essen war sehr lecker. Also gegrillter Fisch und Krabbenkebab als Hauptspeise, dazu reichlich Beilagen (Brot, Lavash, Kartoffeln, Rohkost und so ein paar Frischkäse Dips). Nach jedem Teller ein Gläschen Vodka und ein Toast… gemütlich.

Continue reading »

Tagged with:  

wichtige Wörter auf Armenisch

On 29. April 2009, in Armenien, by erselber

Lavash – Pfannenkuchenbrot

Akroshka – russischer Joghurtdrink mit Gurken und Kräutern drin

Inch arge – was kostets?

Chantrem – bitte

merci (oder shnorhakalutyun) – danke

ha / che – ja / nein

und… mein Liebling… Hashiv. Heißt Punktestand.

Hashiv inch ka? – Wieviel stehts?

Tagged with:  

Armenische Touristenwitze

On 27. April 2009, in Armenien, by erselber

gestern gehört

Was hast du denn bisher in Armenien so gesehen?

Platz der Republik, Sevan See, Yerevan, usw…

Hast du unsere Pyramiden schon gesehen?

Welche Pyramiden, ich dachte die stehen in Ägypten nicht in Armenien?

Ja, schon, Armenien ist ein kleines Land drum stehen sie in Ägypten. Aber es sind trotzdem unsere Pyramiden.

der andere ging ungefähr so:

Continue reading »

Tagged with:  

Cascade in Yerevan

On 20. April 2009, in Armenien, by erselber

gestern bin ich die Cascade (eine Treppe mit ein paar Brunnen darin, die an den 50ten Jahrestag vom Eintritt Armeniens in die Sovietunion erinnert) hochgelaufen. Dort hab ich ein Professoren Ehepaar aus Begien getroffen, die an einem Austausch mit Georgien teilnehmen. War ein recht nettes Gespräch… über die Erungenschaften der EU und Armeniens Verhältnis zu seinen Nachbarn.

die Cascade von unten.

die Cascade von unten.

der Blick von oben, rechts im Bild die Oper

der Blick von oben, rechts im Bild die Oper

Blick von der Cascade nach unten, im Hintergrund die verschneiten Hänge des Arrarat.

Blick von der Cascade nach unten, im Hintergrund die verschneiten Hänge des Arrarat.

Tagged with:  

Yerevan – aus der Raucherecke

On 18. April 2009, in Armenien, by erselber
Blick von unserer Raucherecke auf die Universität (Medizin Fakultät & Politechnikum). Im Hintergrund eine Statue von "Mother Armenia" mit dem Schwert in der Hand.

Blick von unserer Raucherecke auf die Universität (Medizin Fakultät & Politechnikum). Im Hintergrund eine Statue von "Mother Armenia" mit dem Schwert in der Hand.

heute den Ostermontag reinarbeiten ist eigentlich recht gemütlich. Ich glaube niemand arbeitet hier wirklich hart, alle teilen nur ein paar Youtube Videos (zum Beispiel begeistert diese Susan Boyle die musikinteressierten Kollegen) oder schreiben an ihren Dokumentationen. Recht locker und angenehm… das Wetter draußen ist eh grade aprilig, also hätte durch die Stadt laufen auch nicht soviel Sinn.
Jedesmal wenn ich bisher länger allein durch die Stadt gelaufen bin hat sich mir nach kurzer Zeit ein älterer Armenier angeschlossen. Der seine zehn Wörter Englisch an mir ausprobieren wollte. Die Gespräche liefen dann etwa so:

Hallo, my name is Armen.

Hallo Armen

What is your name?

Felix

Hallo Felix, nice to meet you. Money?

no.

Money?

no.

das geht dann so bis ich mein Ziel erreicht hab. Der Rekord lag bei 15min nebeneinander herlaufen … und das bei dieser recht einseitigen Art der Kommunikation. Wirkt vielleicht seltsam, aber im Vergleich zu zum Beispiel der typischen indischen Händler/Bettlerhorde ist ein solcher armenischer Bettler ein echter Gentleman. In keiner Weise bedrohlich oder aufdringlich (er berührt einen nicht körperlich oder so). So sind selbst die an sich unangenehmen Situationen hier leicht erträglich…

Tagged with:  

Yerevan – erste Eindrücke

On 17. April 2009, in Armenien, by erselber

So, jetzt bin ich ja fast ne Woche hier und will mal ein paar Eindrücke erzählen.
Gestern waren wir mit ein paar Kollegen Basketballspielen und irgendwie hab ich mir mein Knie verdreht. Daher laufe ich heute nur sehr langsam und hoffe mal dass das demnächst besser wird.

Links oben könnte man mein Fenster erkennen...

Links oben könnte man mein Fenster erkennen...

Yerevan als Stadt verbindet so nen italienischen Charme (Cafés, chaotischen Verkehr und chique Mädels) mit Soviet-Style (Plattenbauten, Prachtstraßen und palastartige UBahnstationen). Ist jedenfalls echt schön. Mein Appartment wirkt auf den Bildern die ich innen gemacht habe leider nicht. Ist aber ganz nett wenn man sich erstmal an die Dusche gewöhnt hat aus der warmes Wasser nur in homiopathischer Dosierung tropft. Der Aufzug im Haus hält nur im 1ten, 3ten und 9ten Stock. Außerdem hat er Löcher im Boden und ist mir insgesammt sehr suspekt. Ich steig also immer zu Fuß in den 7ten… wenn ich das beibehalte werde ich hier wohl fit wie ein Turnschuh.
Einmal die Straße runterlaufen und ich bin an der Oper. Narek plant schon nen Besuch… an den ich mich wohl dranhängen werde. Die Straße hochlaufen führt nach ungefähr 5 Minuten zum Büro. Dazwischen liegt noch ne UBahnstation, ein Haufen Cafés/Resturants und Klamottenläden.
Meine Touren der ersten Tage haben mich dann durch ein komplett neues und noch nicht ganz fertiges Stadtzentrum geführt… Fußgängerzonen, die jetzt schon ähnlich chique wie die Kaufingerstraße sind. Also Prada, Gucci und andere Edelmarkenläden haben schon offen… ich fand es jetzt nicht soo speziell aber auf jeden Fall beeindruckend.
Gestern nach dem Basketballspielen waren wir noch was trinken (armenisches Bier ist eigentlich recht lecker) und Greyfish essen. Leider hab ich es verplant Fotos zu machen. Dieser Greyfish ist eine Art kleiner Süßwasser-Hummer. Der Kellner kam also mit einem Tablett voller lebender Rießeninsekten, Garik wählte die aus, die sich noch am aktivsten bewegten und kurz darauf stand dann eine große Schale voll mit den gekochten Tieren auf dem Tisch. Eigenartiges Gefühl sich da durch zu pulen und quasi … Insektenfleisch rauszuzuzeln… geschmacklich waren die Dinger jetzt eigentlich nur salzig. So das wars jetzt erstmal… wenn ich was erzählenswertes sehe, werd ich es hier posten.

Schicke Autos vor der Nationalgalerie

Schicke Autos vor der Nationalgalerie

Marshutka, eine Art Kleinbus. Recht praktisch, wenn man die Nummern kennt, die einen ans Ziel führen würden.

Marshutka, eine Art Kleinbus. Recht praktisch, wenn man die Nummern kennt, die einen ans Ziel führen würden.

Geschäftszentrum in dem das be2 Büro liegt

Geschäftszentrum in dem das be2 Büro liegt

Die Oper von der Nordseite aus fotografiert.

Die Oper von der Nordseite aus fotografiert.

UBahnstationen beeidruckender als manche Kirchen.

UBahnstationen beeidruckender als manche Kirchen.

Tagged with:  

Frage an Radio Yerevan

On 11. April 2009, in Armenien, by erselber

Am wiener Flughafen hab ich gestern nen neuen gehört.

Frage an Radio Yerevan: Stimmt es, dass Tschaikovsky schwul ist?
Antwort: Im Prinzip ja, aber nicht nur deshalb verehren wir ihn.

Tagged with: