Traurig war es irgendwie. Ich mag Abschiede nicht besonders. Freitag ging das schon los, mit Aram, Vahe und Vahag aus dem OPS Team ein paar Biere trinken war echt ganz nett eigentlich. Alex, ein MySQL Consultant war dabei und hat mich mit seinen (für einen Russen) erstaunlich liberalen Meinungen beeindruckt. Anschließend gingen wir noch ne Runde Billard spielen… aber so betrunken wir wir waren hätten wir das genauso gut sein lassen können. Nichts getroffen.
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Mein Wochenende … das vorletzte hier… war eher nervig. Grund ist vor allem, dass ich mal wieder mein Gehalt nicht bekommen hab und daher das WE mit 3000amd (=6 Euro) überstehen musste. Ziemlich unangenehm im Supermarkt nachrechnen zu müssen, ob ich mir eine weitere Flasche Fruchtsaft leisten kann.
Netterweise bin ich doch zu ein paar Sachen gekommen, die eh noch auf meiner Liste standen. Samstag abend hab ich in besagtem Supermarkt Garik getroffen, der mich auf eine Runde Russenbillard eingeladen hat. Sehr cooles Spiel, die Kugeln sind um einiges größer als bei Pool oder Snooker und die Taschen etwas kleiner. Man muss also sehr präzise spielen, spitze Winkel sind fast unmöglich zu treffen und es gibt praktisch keine Glückstreffer (worunter grade mein Spiel sehr leidet). Die Regeln nach denen wir spielten waren so … die einfachsten denkbaren. Man kann jede Kugel mit jeder Kugel spielen, jede Kugel zählt einen Punkt, wer zuerst 8 Kugeln versenkt gewinnt. Aber trotzdem haben die einzelnen Partien länger gedauert als die meisten Poolpartien die ich so gespielt habe.
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Mein Wochenende war grenzgenial. also noch besser als das vorherige eigentlich. Aber ich will mal versuchen das chronologisch zu erzählen… Freitag abend war ich genervt von der Arbeit. Hatte eigentlich nicht groß lust was zu machen. Bin aus dem Salsakurs recht früh gegangen, weil ich irgendwie kein verlangen hatte mich vollzuschwitzen. Dmitri hatte mich auf ne Schachschule aufmerksam gemacht und ich dachte mir… ja, das schauste dir mal an.
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Dienstag waren unsere Chefs da. Also Dave und Jim aus München. Die wollten abends noch irgendwas machen (=trinken), da hab ich mal diesen Billardschuppen vorgeschlagen. Was für ein … selbstüberschätzender Idiot war ich, dass ich mit einem Britten (die ja das Billard spielen irgendwie mit der Muttermilch lernen) und einem Amerikaner (der früher nen eigenen Tisch hatte) 8-ball spielen geh… die beiden waren weit über meiner Liga.
Zum Glück wurde ich mit mehr und mehr Kilikya besser, wärend die beiden eher schlechter wurden und so hatte ich dann doch noch kleinere Erfolgerlebnisse. Netter Abend in Summe.
mein drittes Wochenende hier war ziemlich gelungen. Freitag war frei weil der 24te April ein Gedenktag für den Genozid von 1915 ist. Eigentlich hatte ich die Idee zu der Gedenkstätte zu gehen um mir mal einen Eindruck zu verschaffen, aber nach dem Basketballspiel am Donnerstag war ich noch ziemlich erledigt, dann war es ziemlich regnerisch und kalt und außerdem dachte ich mir… bei all den Gedenkstätten die ich bisher so gesehen hab… muss die vielleicht nicht gleich auch noch sein. Also hab ich mich einfach auf die faule Haut gelegt.
Samstag hab ich dann versucht Klamotten zu kaufen. Also… wenigstens einen Pullover, weil es hier grade gegen Abend immer noch recht kalt ist. Könnte an der Höhe (Yerevan ist 1000m über Meeresspiegel), dem Kontinentalklima oder auch an dem Wind liegen… jedenfalls macht ein Pulli Sinn. Also bin ich U-Bahn zu einem Einkaufszentrum gefahren, das mir empfohlen wurde. Recht schickes Teil, also ziemlich vergleichbar mit ner Mall. Lauter kleine Boutiquen mit Klamotten und Schmuck. Die Preise allerdings… waren nicht so mitreißend. Für in China gefälschte Markenklamotten 40€ Minimum zu verlangen… ist schon eher dreist. Selbst wenn man die Preise wohl noch um 20% runterhandeln könnte… naja. Bin ich dann unverrichteter Dinge wieder gegangen. Draußen bin ich dann über die Märkte geschlendert. Direkt neben der Mall ist so ein Lebensmittelmarkt mit einem ziemlich beeindruckendem Kognac Sortiment.
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